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Bruecke am Meer

Mediation im Privatleben

Partner & Familien
Fallbeispiele

Ein Paar verabredet sich mit uns zur Mediation. Sie beschreibt die Streitkultur des Paares als mangelhaft, „dadurch gibt es ständig Reibereien“. Er fühlt sich unfrei.

In der Mediation wird deutlich, dass sie im Streitgespräch regelmäßig lauter und schneller spricht, mit der Folge, dass er sich aus dem Gespräch zurückzieht. Er beantwortet dann keine Fragen mehr und verlässt auch ohne ein Wort das Zimmer. Sie fühlt sich in solchen Momenten missachtet und bestraft .  Sprechgeschwindigkeit und Lautstärke als Auslöser für das Verhalten des Partners waren nie Gesprächsgegenstand zwischen dem Paar. Alternative Verhaltensweisen werden besprochen und vereinbart. Warum Geschwindigkeit und Lautstärke unerträglich sind, wird nicht geklärt. Diese Frage ist therapeutisch.


„Mein Partner ist egoistisch, er erfüllt keine meiner Bitten“.
„Meine Partnerin hat kein Verständnis für meine berufliche Situation. Ich bin erschöpft und kann nicht noch mehr leisten“.

Mit solche Klagen kommt ein Paar in die Mediation.
Das gemeinsame Gespräch hilft herauszuarbeiten, wo konkret Wünsche nicht erfüllt werden, warum die geäußerten Wünsche für die Partner wichtig sind und wie sich das hinter den Wünschen liegende Bedürfnis auch anders erfüllen lässt.
Er hatte bis zum klärenden Gespräch eine Vielzahl ihrer Wünsche gar nicht gehört und war bestürzt über das Ausmaß ihrer Enttäuschung. Sie konnte sich sehr großzügig zeigen, als bestimmte Aufgaben seinem Bereich zugeordnet wurden und wird zukünftig ihre Erwartungen deutlich formulieren. Können diese nicht erfüllt werden, bedarf es einer „Verhandlungslösung“ zwischen den Partnern (Modell der wohlgeformten Wünsche).


„Wir versinken in Projekten! Wenn wir unsere Zeit nicht anders einteilen, bleibt nichts mehr für uns gemeinsam!“

Hier war ein  gemeinsames konkretes Anliegen Ausgangspunkt der Mediation, die Vorstellungen, wo der Veränderungsbedarf liegen sollte, gingen aber weit auseinander.
Mit einer klaren Gesprächsstruktur erarbeiteten die Partner ihre jeweilige Aufgabenliste, gewichteten die einzelnen Aufgaben unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Bedürfnisse und erlernten, die Lösungsoptionen auszuhandeln.
Kernstück der Mediation war das Erkennen, warum die einzelnen Aufgaben unterschiedlich gewichtet wurden. „Du hast dir doch auch deinen Hobbykeller neu eingerichtet, Warum soll ich mit der Küche warten? Ist meine Aufgabe etwa nicht gleichwertig?“....
Erst dann war der Weg frei, einzelne Aufgaben „abzuspecken“, sei es zugunsten des Partners, sei es, das die Bedeutung für beide nicht sehr hoch war.


„Die Mediation ist unsere letzte Chance? So geht es nicht weiter aber für eine Trennung verbindet uns zuviel gemeinsames Leben und Erleben.“

Sind die Themen der Mediation noch ganz diffus, so beginnt das Gespräch mit dem Erarbeiten des konkreten Veränderungsbedarfs.
Schwerpunkt der Gespräche ist nicht die Frage nach dem Warum. Wohin die Partner gemeinsam gehen  wollen, soll herausgefunden werden. Die Mediation begleitet hier in der Regel  nicht den ganzen Prozess der Veränderung. Stellt sich nach oft langer Sprachlosigkeit erstmals wieder das Gefühl ein, es könnte gehen, so gewinnen die Partner Kraft und Zuversicht, auch ohne Hilfe