Logo des Mediationsbüro Pilartz

Holzstämme

Mediation im Privatleben

Neuer Generationenvertrag

Die veränderten Lebensbedingungen führen zu eindeutigem Handlungsbedarf! Wenn früher (gerade vielleicht 20 Jahre zurück) die Hoffnung nicht unrealistisch war, aufgrund eines akuten Ereignisses (Unfall, Herzinfarkt,…) schnell und ohne lange Übergangsphase zum Lebensende zu kommen, haben medizinischer Fortschritt, verbesserte Hygiene und gesunde Ernährung zu einer erheblichen Zunahme der Lebenserwartung und besseren Interventionsmöglichkeiten bei bis dahin tötlichen Krankheiten geführt. Ergebnis: Die meisten Menschen erleben zum Lebensabend hin eine unterschiedlich lange Phase, in der sie auf Hilfe und Unterstützung anderer angewiesen sind.

Dieser Lebensabschnitt kann viele Jahre dauern. Insofern bedarf es dringend einer aufmerksamen Beschäftigung und Vorbereitung dieses Lebensabschnitts! Wer möchte nicht selbstbestimmt und würdevoll sein Leben beenden? Dann sind aber die Bedingungen, unter denen die letzten Jahre verlebt werden sollen, zu planen, die Vertrauten und potentiellen Helfer in die eigenen Vorstellungen einzuweihen und zum frühen Zeitpunkt Weichstellungen vorzubereiten, die den noch nicht abzusehenden Bedingungen optimal anzupassen sind.
Wer kann gefragt werden, ob er zu Unterstützung und ggf Betreuung bereit ist. Wie sind die Vorstellungen zu medizinischen Maßnahmen. Wer könnte die Verantwortung übernehmen, wenn man nicht mehr selbstbestimmt seine Angelegenheiten regeln kann. Wie kann der Ausgleich eventueller finanzieller Belastungen des Helfers aussehen?

Eine große Zahl ungeklärter Fragen wird von vielen älter werdenden Menschen „auf später“ verschoben. Die Kindergeneration, selbst mittlerweile 50 oder 60 Jahre alt, ist nicht frei von Sorge: Wie wird das mal später? Kann ich mich aktiv einbringen, ohne Ärger mit meinen Geschwistern zu bekommen? Wird man mich gar als Erbschleicher einstufen?

Kurz: Es besteht Klärungsbedarf. Aber keiner wagt das erste Wort und außerdem gelingen (aus Erfahrung?) ernsthafte Gespräche im Familienkreis nicht so gut. Fehlende Themendisziplin, fehlende Dokumentation sowie Rollenverhalten und Verletzungen aus der Vergangenheit können Stolpersteine werden für eine nachhaltige Vereinbarung.